Samstag, 16. März 2019



'EISBRUCH' 


Eisbruch, 2005, Acryl auf Leinwand, 120 x 130 cm 



Das Gemälde 'Eisbruch' (2005), in seiner Art zeitlos und individuell, ist in frostiges Blau gehüllt. Zum Einen vergegenwärtigt es die vielseitigen Lichtspiegelungen ewigen Eises, von Dunkelgrün zu hellem Rosa. Der Betrachter schaut in eine märchenhafte Welt - ein Blau, das jenseits unserer Vorstellungen in seinen unterschiedlichen Schichten schimmert wie ein farbiger Kristall. Emporstrebende Schrägen geben dem Bild etwas Hoheitsvolles. Gleichzeitig drückt das Bild die Empfindungen des Künstlers gegenüber der Natur aus. Heftigen Gefühlen gab er nicht nur durch die malerischen Mittel der Farben und des Lichts Gestalt. Entsprechend seiner momentanen Passion neigte er zu einem radikal expressiven Stil, der sich ab der Mitte des Bildes in Flächen aufbrechende weiße Linien äußert. 'Wie man alles sieht', fügt der Künstler erklärend hinzu, 'hängt von der eigenen Gemütsverfassung ab, in der man sich befindet'. Ein Motiv, kann auf diese Weise verschieden gesehen und verarbeitet werden. Das ist es, was die Kunst so interessant macht.  


Anke Friederichs

Samstag, 16. Februar 2019



- DAHINTER -





Wie im Aquarell holt sich Rolf Friederichs Anregungen aus der Natur auch für seine Werke in Acryl. Auf keinen Fall möchte der Künstler etwas machen, was die Natur schon vollkommen gemacht hat. Seine Werke sind ganz und gar nicht Spiegel der Realität, sondern die Erfindung einer neuen Wirklichkeit. Farbflächen steigen leicht und schwerelos auf. Einige Elemente aus der Natur werden scheinbar aus ihrem Zusammenhang herausgenommen und in einen eigenen Bildraum verpflanzt, wobei bestimmte Grundmotive immer wieder- kehren, wie Fels- und Gesteinsformationen. 

Anke Friederichs




'DAHINTER' (Triptychon), 2002, 140 x 104 cm, Acryl auf Leinwand 








Freitag, 15. Februar 2019


ZAUBERBERG I/II




Zauberberg I, 2002, Acryl auf Leinwand, 104 x 140 cm 


Zauberberg II, 2002, Acryl auf Leinwand, 104 x 140 cm 





Samstag, 19. Januar 2019


Die Stadt Heilbronn -
Leben und Wandel einer Stadt 



 'Erinnerungen an Heilbronn', 1991, Acryl auf Lwd. 


Der 4. Dezember 1944, 1991, Acryl auf Lwd.


Heilbronns Selbstverständnis Kommerz - Kultur 


'Industrie und Handel', 1991, Acryl auf Lwd.     


Das Kohlekraftwerk Heilbronn, 1991, Acryl auf Lwd.


Freitag, 16. November 2018



'EIN SOMMERTAG' 



'Ein Sommertag', 2006, Acryl auf Leinwand, 70 x 70 cm 




'Sommertag' und 'Märchenwald' bedeuten Wendepunkte in Rolf Friederichs' malerischem Werk. Grundlage ist nicht die Natur in ihrem jahreszeitlichen Wandel, obwohl es der oben erwähnte Titel, 'Sommertag' durchaus nahelegt.
Der Künstler distanziert sich von den teils engmaschigen Strukturen früherer Landschaftsimpressionen und neigt stattdessen zu glatten Schwüngen mit zarten Umrandungen in Schwarz und Weiß - wie bei einem Glasfenster. Formen wiederholen sich als würden sie von einer unsichtbaren Achse gespiegelt. Weiße Streifen, die wie Fensterkreuze aussehen, schieben sich diagonal dazwischen und eröffnen überraschend neue Blickwinkel für den Betrachter. Friederichs'  Pinselführung ist nicht nur sparsamer auch die Farbpalette ist begrenzter, dafür aber heller und leuchtender. Raffinierte Farbeffekte gewinnen zunehmend an Bedeutung. Rechts hat man den Eindruck, der Maler habe seine in Jahrzehnten geübten Malfäuste gegeneinander agieren lassen. Als Farbflächen in Magenta und Hellrot prallen sie dicht aufeinander. Komplementär dazu wirkt das angrenzende helle Grün eines Wiesenstücks. Der Künstler lässt sich von der fernöstlichen Kunst inspirieren, indem er sich zur äußersten Einfachheit hinreißen lässt. Malspuren gibt es kaum. Die augenscheinlich perfekte Glätte störte ihn nicht, da er die Phase des Experimentierens auf der Leinwand für 'beendet' erklärte. Mit seinen jüngeren Arbeiten möchte er meditative Ruhe, Tiefe und Wärme vermitteln, die im Betrachter auch dann noch nachwirken, wenn er sich bereits vom Bild abwendet.     


Anke Friederichs




Mittwoch, 10. Oktober 2018



'MÄRCHENWALD'  



Märchenwald, 2006, Acryl auf Leinwand, 73 x 73 cm (Privatbesitz)



Ein Blick auf das Gemälde 'Märchenwald' (2006) sorgt für 'Urlaub im Kopf'. Rolf Friederichs bringt die Farben zum Leuchten. Alles wirkt hell und transparent, wie von prismatischem Licht überspielt.
Fest wie Schattenrisse eines Scherenschnittes hat der Künstler Bäume mit den Farben eines Regenbogens in der Fläche verspannt. Ihre Formen sind nicht nur klar, auch ihre Anzahl ist begrenzt. Ein Spannungsverhältnis resultiert hauptsächlich aus deren minimal abweichenden Höhen. Eine nach oben sich öffnende leicht geschwungene Linie hält die Teile untereinander zusammen. Das Werk ist fragmentarisch und vollendet zugleich: Der Künstler lässt viel 'Weiß' als Farbe stehen, ohne jedoch dadurch Gefahr zu laufen, dass die Komposition aus dem Gleichgewicht gerät.  


Anke Friederichs